Dienstag, 14. März 2023

Identity Politics in a Nutshell

Johnathan Pie hat Identity politics und die damit einhergehende Oppression Obsession bereits vor 4 Jahren in UK in diesem Video auf den Punkt gebracht:

https://www.youtube.com/watch?v=p9_bI789Gog

leider erlaubt Blogger nicht es hier direkt zu verlinken, aus irgendeinem Grund.

Ich glaube jede/r der irgendwie "links" ist sollte sich das zu Gemüte führen und darüber reflektieren, was denn eigentlich die Kämpfe sind, die von Relevanz sind.

Ist es wichtig was jemand für eine Identität hat? Ob Identitäten überall respektiert werden, und wenn nicht, ob es ein immanentes Recht darauf gibt?

Nicht zuletzt - Österreichbezug - Warum heißen die Identitären denn so, wie sie heißen?

Ich denke gerade im ganzen 'Snowflake' Activism Shitstorm und allen seinen dazugehörigen Grabenkämpfen, die sich im eigentlich eher um Gemütslagen denn um tatsächliche Diskrimierungen drehen, wirkt Identitypolitics wie cringeworthy US-TV-Serien mit evangelikalen Prüdereien auf das europäische Subjekt.

Beziehungsweise sollten sie.

Nundestotrotz - warum Shitstorms?

Man beschäftige sich nur mal mit dem JKR Shitstorm. Wieviele der notorischen Transactivist-Solidarischen haben überhaupt JKRs Text gelesen?

https://www.jkrowling.com/opinions/j-k-rowling-writes-about-her-reasons-for-speaking-out-on-sex-and-gender-issues/

.. was soll daran transphob sein?

Ich glaube viele tappen da blindlings in die Identity-Politics Falle.

Es ist ja gut gemeinter Aktivismus, wir alle wollen eine gerechte und Inklusive Gesellschaft.

Niemals aber sollte sie sich um Identitäten drehen - im Zentrum gerechter Gesellschaften steht zb der Kampf gegen Kapitalismus, ein System das sich per Definition nicht um Identitäten oder Kulturen dreht (auch wenn das manche abgedrehten Aktivisten in den USA anders sehen, geradezu rassistisch - der Kapitalismus sei 'white' etc - kenne wir das nicht schon anderswo her? :E) sondern um die ökonomische Klasse.




Sonntag, 13. Juli 2014

ad Hamas


1977 - Beirut, Grundschule in einem Palästinenser-Lager

Montag, 10. März 2014

Krise II

..oder ZeroHedge on "On Austerity, Unrest, And Quantifying Chaos"

The independent variable that did result in more unrest: higher levels of government debt in the first place.

--> http://www.zerohedge.com/news/austerity-unrest-and-quantifying-chaos

„[Die Steigerung der Produktivkraft der Arbeit] erhöht den relativen Mehrwert nur dadurch, indem sie bei gegebenem Kapitaleinsatz den Arbeitseinsatz vermindert. Dadurch senkt sie die Profitrate und schafft eine Verwertungsschranke, die nur durch die Krise überwunden werden kann.“
– Alfred Müller: Die Marxsche Konjunkturtheorie - Eine überakkumulationstheoretische Interpretation. Köln 2009, S. 51


Boom-Überproduktion-Bust-Krise-Gewalt-Boom-...

Donnerstag, 6. März 2014

Krise



"In seiner majestätischen Gleichheit verbietet das Gesetz den Reichen wie den Armen, unter Brücken zu schlafen, in den Straßen zu betteln und Brot zu stehlen."

- Anatole France 1844-1924

Freitag, 3. Februar 2012

zitat


"Im Speisesaal, wie wir sagten, fehlte manch einer dank noch bestehender Freizügigkeit; manch einer aber tat es sogar auf eine besonders tiefe und hohle Weise, wie Dr. Blumenkohl, der tot war."

- Thomas Mann, Der Zauberberg

Sonntag, 4. Dezember 2011

Journalistische Integrität

..trägt Schuld an diesem Blogpost!

Ich bin jemanden und dessen Fehlinformation auf den Leim gegangen, und muss deshalb das vorangegangen Blog entkräften und richtigstellen:

Zwar wird der Straftatbestand einer Besetzung im SPG(Strafrecht)stehen, aber gott-sei-dank dennoch als Verwaltungsstrafe gehandhabt werden. Es droht also lediglich (naja) eine Verwaltungsstrafe von €uro 500 und eine Besitzstörungsklage.

Vor einen Richter wird man definitiv nicht geschleift!

Gut, wie ich denke. Vielleicht war das Epizentrum ja doch nur die vorletzte Besetzung Österreichs ;)

Mein Dank gilt der ehemaligen ÖH-Vorsitzenden Sigrid Maurer, die mich über Twitter auf diesen wesentlichen Irrtum hingewiesen hat.

Donnerstag, 10. November 2011

die letzte Besetzung Österreichs




Die letzte Besetzung Österreichs dauerte 26 Tage und endete mit einem Polizeieinsatz von 250 Mann, 30 Mannschaftswagen, einem Hubschrauber und einem Räumungspanzer. Die ca. 25 verbliebenen BesetzerInnen verließen bei schönem Wetter um 11:00 das tadelos erhaltene Gebäude in der Lindengasse Nummer 62 dem sie den optimistischen Namen "Epizentrum" gegeben haben, in Anspielung auf ein "Epizentrum einer neuen Bewegung", die lange ersehnten Widerstand in das korrupte, entfremdete und unfunktionale politische System Österreichs bringen sollte.



Der Eigentümer ist die von KHG privatisierte und verhehlte Buwog. Diese hatte das Haus ein Jahr zuvor einer Privatperson abgekauft, mit den (pseudo) grünen Bezirksräten von Neubau eine Umwidmung zu Gunsten von mehr oder weniger kalten Wohnzellen erwirkt. Die Grünen gaben sich mit einer lächerlichen Grünfläche zufrieden, von welcher in Zukunft natürlich beste Dienste am Bezirk Neubau zb. durch Aufnahme von Hundekot zu erwarten sind.

Dort, wo jetzt dieses schöne Gebäude steht, werden bald Wohnungen AB Euro 4000 pro Quadratmeter zu haben sein.

Die letzte Besetzung Österreichs wird die letzte Besetzung Österreichs sein. Eine Gesetzesinitiative der Regierungspartei ÖVP, die das Inneministerium stellt, sieht vor, Besetzungen künftig in das Strafrecht umzusiedeln und mit einer Strafe von Euro 500 zu versehen.

Die Arena, das EKH, die Besetzung des Auditoriums Maximum und aller anderen Hörsäle in Österreich, der Augartenspitz und jede ähnliche Parkbesetzung sind damit zukünftig effektiv kriminalisiert und mutmaßlich verunmöglicht. Ich kenne niemanden, der nur schon angesichts der Möglichkeit 500€ Strafe zu zahlen und vor einem Richter zu stehen, eine Besetzung durchführen würde. Ab nun wir die Drohung, polizeilich räumen zu lassen immer zum "Erfolg" führen. Diese Gesetze sind untragbar weil eine Kriminalisierung von zivilem Ungehorsam; Eine Radikalisierung der staatlichen Autorität findet statt, die als einziges Ziel den alternativen Widerstand in der Gesellschaft hat. Wo Terrorparagrafen gegen Tierschützer eingesetzt werden, Überwachungsgesetze die Schlimmsten Gauner verschonen, aber politische Menschen und Journalisten angreifen, wo selbst harmloses ziviles Ungehorsam ins Strafrecht verlagert wird, dort scheint der Polizeistaat allzu nah. Österreich hat ein Problem.

Es ist relativ klar, dass sich kein Mensch der gewöhnlicher Arbeit nachgeht Wohnungen im (pseudo)grünen Bobo-Bezirk Neubau AB 4000 € pro Quadratmeter leisten kann und nichts von einer eingezäunten mini "Grünfläche" haben wird; auch das fehlende Engagement der Grünen Bezirksvorstände ist bezeichnend: Hat man sich vor der Räumung zurückgehalten und ja nichts gesagt, behauptet man ante einfach mal, dass da ja sowieso nichts getan werden könnte und apologetisiert daher um ja brav alle Stimmen bei der nächsten Wahl behalten zu können. Kritisiert wird, wie viele Beamte eingesetzt wurden, deshalb nicht vergessen: das nächste mal Grün wählen damit Besetzungen mit weniger Beamten geräumt werden! Grün macht den Unterschied!

.. eigentlich wollte ich diesen Blog anfangs mit "Österreichs fehlender Linksextremismus" betiteln. Der Grund: das Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet das Epizentrum genau, auf jeder Demonstration sind Beamte anwesend, das Audimax wurde vom LVT unterwandert, 13 Tierschützer unschuldig 3 Monate in Untersuchungshaft gesteckt und unhaltbar nach §287a "Bildung einer kriminellen Vereinigung" angeklagt, 3 Unibrennt Aktivisten beschattet, in U-haft gesteckt und ebenfalls nach §287a angeklagt, Untersuchungen laufen derzeit.

Der Terror-Zwettler ist überall. In Österreich fliegen keine Molotovs, es werden keine Polizisten angegriffen, es gibt keine Ausschreitungen auf Demonstrationen, Hausbesetzungen werden ohne Widerstand geräumt, "Anschläge" gibt es nicht, Gefahr geht keine aus. Zündet dann doch mal wer eine Mülltonne vorm AMS an und filmt das, ist die Stapo gleich mit allen Kräften dabei die Linksterroristen zu jagen.


kurz: Linksextremismus findet nicht statt

..das hindert den paranoiden Staat freilich nicht daran, Unsummen für ein künstliches Problem "Linksextremismus" aufzuwenden. Wenn ich hier anfangen würde, all die Überwachungsgesetze, Vorkommnisse, paranoiden Ermittlungen, Einschüchterungen, Repressionen und widerrechtlichen Tätigkeiten (Stichwort Bundestrojaner) des Staates bezüglich des imaginären Problems "Linksextremismus" aufzulisten, ich würde nicht mehr fertig werden. Eskalation findet nicht statt. Es droht einfach keine Gefahr für die österreichische Verfassung von Links. Dieser Umstand wird von einer chronisch unterbeschäftigten Exekutive zur Tautologie erhoben und ermittelt gegen alles, was sich je links nennt.

Sehr geehrte Herrschaften vom LVT! Ich bin mir mittlerweile, nach all den Einschüchterungen freier Journalisten ihrerseits sehr sicher, dass sie auch diesen Blog beobachten!

Vgl. via Twitter.:

"@weberdaniel: Leute zu mir: kommens nur näher, Hr. Weber. Stehens zu dem was Sie machen. Gefällt uns gut Ihr Blog! Eh' recht objektiv


Österreichischer Staat, du hast ein massives Problem. Wärst du mein Freund, ich würde dich zum Psychologen schicken. Und ich bin nicht der erste, der das diagnostiziert. Neurosen haben in Österreich, also auch in der österreichischen Manifestation der Öffentlichkeit (= der Staat), Tradition.
Wie anders ist es zu erklären, dass in der Hofburg jährlich die Perlen der österreichischen extremen Rechten, parlamentarisch und demokratisch legitimiert zelebrieren, während Demonstrationen draußen verboten werden? Wie anders erklärt man den einzigen(!) Einsatz des sog. "Mafiaparagraphen" gegen Tierschützer? Was sollen all die Lappalien? Warum 250 Polizisten, ein Räumpanzer und ein Hubschrauber für friedliche Besetzer? Warum kreist auf jeder 2. #unibrennt Demo ein Hubschrauber über uns? Sind friedliche Demonstrationen eine Gefahr? Wer hat die Blindheit des Staates auf dem rechten Auge zu verantworten?

Ein paranoider Staat, der Angst vor seinen eigenen Bürgern hat, ist verdammt gefährlich.

"it is very dangerous to be right, when the government is wrong."

Samstag, 27. November 2010

gemischtes Blog #1

Bedingungsloses Grundeinkommen:

Vor gut 1,5 Jahren kam ich in den Genuss dieses (klicken um anzusehen) Films, der mir, skeptisch wie ich anfangs war, sehr überzeugend die gigantischen Vorteile eines Bedingungslosen Grundeinkommens näher brachte.


Karl, Beatrix und Karl Marx:


ehrlich: Ich habe irgendwie mehr von Beatrix Karl erwartet. SO schlimm verdorben kann sie ja doch gar nicht sein, sie ist ja erst seit kurzem bei der ÖVP, meinte mein Gedankengang. Er behielt recht: In der ÖVP ist man entweder immer in der richtigen Partei oder immer in der falschen.

Jedenfalls, lange Rede kurzer Sinn: Karl hats geschafft, sich im Niveau der FPÖ zu nähern und allfällige ökonomische Philosophen der Vergangenheit in völlig verdrehten und wirren Zusammenhängen gegen die SPÖ im speziellen und gegen Sozialdemokraten, Intellektuelle, Kommunisten und alle die halt eben nicht die finanziellen Mittel besitze, um auf dekadenten Privatuniversitäten ihr Studium zu fristen, im allgemeinen zu zitieren und damit wissentlich (dumm kann die gute Frau Dr. ja wohl nicht sein?) den genannten Philosophen im Grab zum rotieren gebracht.

Der Wortlaut der Frau Wissenschaftsministerin:

„Marx hat die Ansicht vertreten, dass das kostenlose Studieren ungerecht ist“

Unsereinem drehts da den Magen um, aber was solls?! Immerhin könnte man vielleicht eine bessere Marx-Rezession in Österreichs gesellschaftlich-politischen Bewußtsein erwarten.

ha-ha-ha.

Ich sehs schon vor mir: willfährige völkische Kroneleser, die neuerdings zu Herzblut-Marxisten mutiert sind. Prost Mahlzeit! Nationaler Sozialismus ist in Österreich nur bedingt als zynisches Humor-Thema geeignet. Das wusste schon Thomas Bernhard.

Orf.at Artikel


Wie kommt WM Dr. Beatrix Karl überhaupt auf diesen Hornochsenmist?!


Demonstratione Austriake Korporativistimus:


ein bisschen zynische Polemik muss erlaubt sein, liebe #unibrennt GenossenInnen:
Die heutige (27.11.2010) Demonstration in Wien, zu der sich eine Rekordzahl von Organisationen angemeldet haben, aber nur eine Negativrekordzahl von Demonstranten gekommen ist, setzte sich folgendermaßen zusammen (in Demonstranten gemessen):

katholische Jungschar: 5
Pfadfinder: 3
Gewerkschaft der Privatangestellten: 2
Gewerkschaft öffentlicher Dienst: 3
generelle-Freikirchen-und-reaktionäre-Gottesgläubige: 7
eigentlich-hasse-ich-das-Studentengesindel-aber-170€-familienbeihilfe..: 13
#Unibrennt: 1000-2000-3000
Bündnis-für-ein-sozialparnterschaftliches,gelbes, korporativistisches-Österreich: 19
Hitlerjugend: 3

...

ernsthaft: in einem -pardon- Scheißland wie Österreich, in dem Solidarität mit Studenten erst dann möglich wird, wenns beinhart um die ökonomische Zukunft der Jugend geht (Familienbeihilfe), sollte irgendjemand schon aufschreien, wenn jetzt plötzlich all die gelben -pardon- Scheißvereine mit ihrer sozialpartnerschaftlichen, ständestaatischen Ideologie zur falschen Solidarität mit den Studenten aufrufen. Zwecksolidaritäten sind eben nur eines: Zweckorientiert. Mein Zweck bei #unibrennt war immer mehr als nur die objektiven Interessen der Studierenden. Es geht um viel mehr, und genau dieses "viel mehr" wird ansatzweise verraten, wenn mit jedem dahergelaufenen ÖVP-nahen Alpendodelverein demonstriert wird, weils grad um 170€ geht und man gemeinsame Interessen hat; bei anderer Gelegenheit allerdings von eben diesen Alpendodelvereinen aufs Schärfste angegriffen wird. Eine solidarische Gesellschaft sieht anders aus. Das gilt genauso für jene Studenten (bzw #unibrennt Aktivisten) die sich einen Scheiß ums falsche Ganze scheren und nur "Bildungsprotest" im Sinn haben. "Es geht um euch!" ist in diesem Kontext einfach keine solidarische Parole und den Auswirkungen der Krise und der Abschaffung bzw. Überwindung des sog. "Kapitalismus" auch nicht dienlich.

Ich denke ich spreche für einen radikalen, harten Kern der #unibrennt-Bewegung, wenn ich attestiere, dass nur "Bildungsprotest" NIE das einzige Anliegen der Bewegung war. Ein Thema, welches für viel Diskussion, Spaltung, Vereinigung usw gesorgt hat.

--> http://at.indymedia.org/node/19303


Allfälliges:

..auf http://desktop4education.at gibts tatsächlich ein vom austriakischen Staat gefördertes Linux für Schulen (Desktop+Sever)

..Adornos Minima Moralia liest sich überraschend einfach, allerdings äußerst frustrierend.


...FIRESHEEP macht dem geneigten Facebook-User Angst in öffentlichen Netzwerken.

..wer zuviel Geld hat und gerne noch mehr hätte, der sollte Tapereaders Aktientipps ernstnehmen.

Dienstag, 17. August 2010

Neues aus der Kulturindustrie




"Da gibt es einen Konzern, der sein Geld damit verdient, an Regierungen Technologie zur Überwachung ihrer Bürger zu verkaufen. Da gibt es eine Bürgerbewegung, die sich über das Internet vernetzt, um diesen Konzern in seine Schranken zu weisen. Das Problem ist: Der Konzern existiert nicht. Und die Bürgerbewegung ist nur eine Marketing-Inszenierung. Inszeniert von einem anderen, sehr realen Konzern, der wiederum Überwachungstechnologie an totalitäre Regimes verkauft."






"Build the Perfect Panopticon, Win Fabulous Prizes!

In this context, the whistleblowing web site Wikileaks published a remarkable document October 4 by the INDECT Consortium, the Intelligence Information System Supporting Observation, Searching and Detection for Security of Citizens in Urban Environment.

Hardly a catchy acronym, but simply put INDECT is working to put a human face on the billions of emails, text messages, tweets and blog posts that transit cyberspace every day; perhaps your face.

According to Wikileaks, INDECT's "Work package 4" is designed "to comb web blogs, chat sites, news reports, and social-networking sites in order to build up automatic dossiers on individuals, organizations and their relationships." Ponder that phrase again: "automatic dossiers." "







"In Großbritanien ist die Londoner Polizei beim fälschen eines CCTV-Beweisvideos erwischt worden: CCTV and police abuse of power. Der Anwalt eines Beschuldigten hatte sich die Originalaufnahmen beschafft und festgestellt, dass diese nicht identisch waren mit denen, die beim Prozess gegen seinen Mandanten verwendet wurden."






Dienstag, 10. August 2010

Wikileaks

WikiLeaks
“
... could become as important a journalistic tool
as the Freedom of Information Act.
„

— Time Magazine

..heißt es auf www.wikileaks.org, einem investigativ-journalistischen Portal welches sich auf die Veröffentlichung von als "geheim" klassifizierten Dokumenten aller Herren Länder/Regierungen/Konzerne spezialisiert hat. Das Team, das laut Wikileaks-Gründer und Chef-Editor Julian Assange aus ca. 800 Personen besteht hat jüngst durch die Veröffentlichung von ca 75.000 "geleakten" Dokumenten des amerikanischen Verteidigungsministeriums betreffend dem Afghanistankrieg, genannt "Afghan War Diary", wieder auf sich aufmerksam gemacht.

Den Augen der Geheimdienste entgeht nichts, und so kommt es, dass Wikileaks zunehmend in Bedrängnis gerät. Nicht lustig meine ich und will anhand dieses Interviews (DemocracyNow: Julian Assange responds to increasing US Government Attacks on Wikileaks) einige mir sehr relevant erscheinende Gefahren betreffend Wikileaks aufzeigen:

1. Wikileaks ist kein Staat, dementsprechend hat Wikileaks weder rechtssouveräne Gebiete, noch kann es sich auf den Schutz einer rechtlich definierten Öffentlichkeit berufen. Wikileaks ist strengenommen, wie es der ehemalige G.W. Bush Chief-Schreiberling Marc Thiessen drohend bemerkt, vogelfrei:

"Assange is a non-U.S. citizen operating outside the territory of the United States. This means the government has a wide range of options for dealing with him. It can employ not only law enforcement but also intelligence and military assets to bring Assange to justice and put his criminal syndicate out of business. The first step is for the Justice Department to indict Assange."

Einzig die Regierung von Island scheint von Wikileaks sehr angetan zu sein und diesem einen weitreichenden rechtlichen wie territorialen Schutz zu gewährleisten.

2. Wikileaks ist eine Organisation wie viele andere und hat nur begrenzte Ressourcen und begrenzte Möglichkeiten zur Absicherung der Organisationsstruktur. Soll heißen: Wikileaks wird in Zukunft große Probleme mit Infiltrierungsversuchen, gezielter Desinformation und Verleudmung bekommen.

3. Wikileaks hat viele Feinde. Neben der US-Regierung, die ausgenommen von Barack Obama, der sich, wahrscheinlich wegen Öffentlichkeits-relevanten Beweggründen noch nicht dazu bemüßigt hat sich über Wikileaks zu äußern, eine offene Feindschaft gegenüber Wikileaks pflegt, wäre da noch die australische (entzogen Julian Assange die Staatsbürgerschaft), die Taliban und diverse Geheimdienste denen allen eines gemeinsam ist: Sie hassen Transparenz. Sogar dem österreichischen Innenministerium dürften die durch den Afghanistan-leak öffentlich gemachte Informationen bezüglich dem ehemaligen Staatsbetrieb und nun blöderweise indirekten Taliban-Lieferanten Hirtenberger Wikileaks unangenehmer geworden sein.

4. Wikileaks sichert sich ab. Aber wie sicher kann man vor einer Horde Regierungen und Geheimdiensten sein? - Diese Frage lässt sich nicht ohne weiteres beantworten. Jedenfalls ist das Team um Wikileaks mittlerweile so schlau geworden, die Geheimdienste zurückzuerpressen:
Eine ca. 1,4 GB große, verschlüsselte Datei namens "Insurance" ist öffentlich auf www.wikileaks.org downloadbar und enthält höchstwahrscheinlich die 15.000 noch zurückgehaltenden geleakten Afghanistan-Dokumenten, welche sehr viele Namen enthalten und deshalb von noch größerer Brisanz sind.

Im zuvor genannten Interview von DemocracyNow mit Julian Assange beruft sich dieser zunehmend auch auf eine Öffentlichkeit, die Wikileaks "Hauptlebensversicherung" ist: Barack Obama müsse sich immer rechtfertigen. Das betrifft auch eine eventuelle Todesstrafe für den beschuldigten Leaker der Dokumente, Private First Class Bradley Manning. Barack Obama müsste einem Todesurteil laut amerikanischer Rechtsprechung zustimmen. Das würde natürlich eine Welle der Bestürzung auslösen, und genau das ist Wikileaks Versicherung.


Ich hoffe für Wikileaks das Beste. Es sind zigtausende Blogposts wie dieser hier, Diskussionen mit Freunden, Twitterfeeds, Spenden... bzw. DU der Wikileak's wirkliche "Insurance" darstellt.

Keep on leaking!

Donnerstag, 29. Juli 2010

vom Rassismus


..und Antirassismus, Islamophobie, Kulturrelativismus und ähnlichem im Geiste befreit, unabhängig der eigenen politischen Hingergründe, der politische Blogger Michael Fischer auf seinem neuen Blog:


.. das Ganze hat insofern mit mir zu tun, als das ich in jüngster Zeit eine geradezu unheimliche Unmenge an Diskussionen, offline wie online bezüglich dieser Thematik zu führen gezwungen war, bzw. mich im Angesicht der Gefahr dieser Ideologien dazu genötigt gesehen habe, mich zum Diskussionen führen zu zwingen.

Ein Beispiel hierfür wäre das EPIC FAIL in der Namensgebung dieses jungen Indymediaartikels:


"Antiislamistische Anschläge von Neonazis in Wien" heißt es da, und ist es dennoch nicht. Kommentare von mir sind vorhanden und wurden unter enormen Zeitdruck und von einer gewissen Unlust begleitet geschrieben. Ähnlich diesem Blogeintrag und dem kritischen Kommentar auf Michi's neusten Blogeintrag.

"Feindaufklärung" bekommt hier eine ganz neue Bedeutung, erscheint es doch mir persönlich jüngst immer nötiger, diverse "Freunde" über gewisse Mechanismen der Gesellschaft aufzuklären, zu deren Analyse sie selbst scheinbar nicht fähig oder willens sind.

Fraglosigkeit war und ist immer ein Problem gewesen, allerdings sollte man sich davon NIEMALS durch voreillige Antworten erlösen. Diverse "gutmenschlich" eingestellte Menschen meines Bekanntheitskreises tendieren in ihrer Aufopferung allerdings zu philosophisch recht gräßlichen Binsenweisheiten, deren materialistische Qualität sich mit dem Wahrheitsgehalt des Satzes "Niemand hat die Absicht eine Mauer errichten zu wollen" vergleichen lässt.

Soviel dazu.

Kurz und verkürzt zusammengefasst: Herrschaft schlecht, Freiheit gut; Kulturrelativismus ist nicht herrschaftskritisch; Popper hats mit "Im Namen der Toleranz [..] dürfen wir die Intoleranz nicht tolerieren" beschrieben; zuviele Gutmenschen, so leids mir tut, verhängen leider in einer verkürzten und potentiell gefährlichen kulturrelativistischen falschen Toleranz, was dann wiederum"Freundaufklärung" bedarf.


Marg bar jomhuriye eslami! Nieder mit der islamischen Republik!


Dienstag, 22. Juni 2010

Europa der Nationen


"EU-Recht" = neoliberale, sich jeglicher moralischen Teleologie entbehrende Rechtsphilosophie, die sich im Zweifelsfall dank mit Lobbyisten besetztem EuGH scheinbar immer auf die Seite des moralisch oder materialistischen Ausbeuters stellt. Der EuGH hat entschieden: Europa ist ein chauvinstischer Hort der Ungleichheit, die geschichtlich erste und beste Manifestation von kapitalistischer Produktionsweise; ein Ort den sich Dagobert Duck ausgesucht hätte um zu sterben; wo alle Menschen gleich sind doch manche gleicher als andere. Idealistische Träumer glauben an ein Europa der Gleichheit, so auch ich; wir verteidigen die nach Fäkalien riechende Institution ihres geheuchelten internationalen, friedlichen, ja utopischen Charakters wegen, und wissen doch ganz genau: das ist nicht das Europa, das uns versprochen wurde. Das ist nicht die EU, die Nationalitäten auflöst, das ist nicht Emanzipation, das hier ist nicht institutionalisierte Aufklärung.


Während die Völker Europas zum letzten Kampf gegen die Krise überall Rechts wählen, der Nationalismus aufbegehrt, der Lissabon-Vertrag ein verwässertes Relikt einer ehemaligen von Rechten abgewerteten wirklich demokratischen Verfassung ist, alle defacto-Macht in die Hände von minsteriellen, quasi monarchisch herrschenden Räten gegeben ist, lerne ich EU-Recht und darf mir die ernüchternde Rechtsteleologie des hochgelobten EuGH reinziehen, die mich von Präzedenzfall zu Präzedenzfall nur mehr an das völlige Scheitern eines jeden "sozialistischen" Anspruchs der EU erinnert.

Nein, ich will der EU keinen Todesstoß geben; Ja ich halte es für fatal das Projekt jetzt zu versenken; Nein ich gehe in keinster Weise konform mit nationalistischen Kritikern der EU; aber es ist an der Zeit, die utopischen Ideale, die mit einer EU, wie sie sich viele libertäre, aufgeklärte Menschen wünschen einhergehen, wieder mehr in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

¡No Pasarán! den reaktionären Feindes des Internationalismus.

Sonntag, 17. Januar 2010

"nein"

hedonismus enstand ursprünglich aus nihilismus. selbiger beruht zumindest teilweise auf einer fraglosigkeit. was wiederum eine zumindest strukturelle dummheit voraussetzt. diese wiederum könnte ja vernachtlässigt werden, sofern auch mal das bescheuerte gute leben zugunsten von erkenntnis geopfert werden würde. ernsthaft: wer nicht auf die fresse fliegt, lernt nie zu laufen.
und dass die geifernden alkoholiker und senilen altnazis nicht einfach so entstehen, sondern vorhergehende generationen darstellen, sollte jedem, der erkenntnis mithilfe von orgien, kulturindustrie und genuss sucht bewußt sein - erst dann, und zwar nur dann, darf ein hedonismus erst spass machen. alte menschen sehen junge mit einem traurig-nachdenklichen blick an, weil sie in ihnen die eigene sterblichkeit erblicken. und die vergängliche schönheit. die depression funktioniert ähnlich. sie blickt hinab auf den hedonismus, und erkennt den eigenen wahrheitsgehalt.

die welt ist kein ponyhof.

Dienstag, 1. Dezember 2009

alles.. und Weihnachten.


also meistens, wenn ich einen Blog schreiben will, dann schreibe ich ihn nicht.

Diesmal schreibe ich ihn, weil ich die letzten 5 Blogs die ich so wunderbar systematisch in meinem Kopf ausgearbeitet habe nicht geschrieben habe.. :)

Zum nicht geschriebenen Inhalt: es ging hauptsächlich um den Uniprotest, ein bisschen um Protest allgemein, ferner um Protest und kritische Theorie, kein bisschen um Tagespolitik und erst recht nicht um schweizer Minarette. Dazu gebe ich genausowenig Kommentare wie zur Sphäre des 'polis'.

Aber zu den sog. "Studierendenprotesten" hätte ich schon noch was zu sagen. und zwar geht es um #parlamentbrennt, wie ich es treffend auf Twitter gehashtagged habe.

Nein, das österreichische Parlament ist nicht besetzt, brennt auch nicht, und wir
d das so wie es den Anschein hat auch nicht so schnell, aber ich habe schon euphorisch einen WTF?!-Blick auf meinem Antliz ertappt als ich auf Twitter die Falschinformation erhielt dass das österreichische Parlament besetzt ist. Natürlich meinte der/die VerursacherInn eine Flashmob-Besetzung, also nur 100 Leute für 1-2 Stunden die sich schelmisch wie ein Hofnarr zwar kritisch, aber gänzlich ungefährlich vor dem König niederlassen.

Dabei hätte Österreich und seine (falls das überhaupt so genannt werden kann) Sphäre des 'polis' eine Besetzung der obersten legislativen Institution bitter nötig.
Warum? - ja warum.. warum.. ?! Dazu gibt es von mir wie schon gehabt keinen Kommentar.

Nur soviel: es wäre die Premiere.
Ein Grund mehr um da mal uneingeladen reinzuschneien und nicht mehr rauszugehen. Sogar unser 3. Nationalratspräsident, Kellernazi und Olympia-Schlanz-Gesi
cht Martin Graf hat sich in irgendeiner vergangenen ZIB2 im Bezug zu den Uniprotesten mit der Forderung geäußert, dass die Protestform schlecht sei und die "Studenten meinetwegen das Bildungsministerium, das Wissenschaftsministerium oder sogar das Parlament" besetzen sollen.

Wenns soweit kommen würde, wäre hoffentlich recht schnell klar wer als allererstes mit einem Tritt in den Allerwertesten hinausbefördert wird.

Die Geister die ich rief..


Zurück zur #unibrennt.
Advent, Advent die UNI brennt! - schon vor Wochen habe ich auf Twitter, nachdem ich am 2. Tag der Studierenenproteste von einem guten Freund und älteren libertären Haudegen darauf aufmerksam gemacht worden bin, dass die Uniproteste immer in den Weihnachtsferien ein jähes Ende nehmen, dementsprechend dagegen agitiert. Sprich ich habe dazu aufgerufen eine "WeihnachtsferienAG" zu Gründen und sich Programm für die Festtage einfallen zu lassen - allem voran ein Wohltätigkeits-Weihnachts-Buffet für Obdachlose und andere, die am unteren Rand der gesellschaft dahinvegetieren, und denen am 24. 25. 26. nicht so besinnlich im Familienbeisein zu Mute ist, falls diese Möglichkeit überhaupt für sie besteht. Bekanntlic
h sieht man die im Dunkeln nicht.
Was in diesem Zusammenhang auch noch erwähnenswert ist: wiedermal irgendeine ZIB, die scheinbar in die hautpsächliche Sprechzeit von FPBZÖ gefallen ist, schloss den Lagebericht über die Studierendenproteste doch tatsächlich mit "doch in 6 Wochen wird das ganze ein jähes Ende erleben, denn dann sind nähmlich Weihnachtsferien!". Genau hier sollte ein Strich durch die Rechnung gemacht werden - vorrausgesetzt es geht nicht wirklich jede/r, so wie ich etwa, nach Haus zu Mama, Papa, Geschwister und Konsorten. Ich bin weg. Soviel vorweg. Und ich werde nicht, wie ich etwa gewarnt wurde, zurückkommen und so tun als wäre nichts passiert. Ich will immerhin dass das Parlament brennt!

Also, brennt, AudimaxistInnen!
Fotos:
Brennende Christbäume: Athen 2008, Anarchisten zünden den großen, importierten Christbaum mitten in der Stadt aus Protest und Trauer um den von einem Polizisten erschossenen 15 jährigen Alexandros an.

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/rundschau/griechenland-athen-krawalle-ID1229849448609.xml?_requestid=750749

Bewaffneter Aufstand: Ein unbekannter deutscher Aktivist, der öfters solche Aktionen macht und durch die Medien geistert..

Sonntag, 1. November 2009

Brief an alle die Studierendenprotest ablehnen

Vorweg: Hallo Reaktionäre! - warum „Reaktionäre“? Und was bedeutet das überhaupt?

Nun es ist so: als „Reaktionär“ wird laut Wikipedia die Summe derjenigen bezeichnet, die sich Fortschritt zugunsten alter Zustände verweigern. Und warum könnte ich euch jetzt so begrüßen?


http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktion%C3%A4r


Fangen wir einfacher an: In Österreich sind die Universitäten besetzt. Nicht alle, aber sehr viele große und wichtige. Wir, die BesetzerInnen, machen das weil wir es als wirksamstes Mittel gegen die prekäre Bildungslage in Österreich, in Europa und auch Weltweit ansehen.


StudentenInnen sind privilegiert. Nur ein sehr geringer Teil der Menschen, auch in Österreich, hat überhaupt die Möglichkeit studieren zu gehen. Eine Besetztung, sei es des Audimax in Wien, der TU in wien, des C1, der Boku, der SOWI in Innsbruck, der Vorklinik und der TU in Graz, der Universität Klagenfurt, Linz und Salzburg ist ganz klar auch eine Blockade. Wir besetzten die Hörsäle und verhindern damit – für einen KURZEN (!) Zeitraum, das darin Vorlesungen abgehalten werden, nehmen ihn als Ausgangspunkt um Protest zu organisieren. Das alles ist gewissermaßen auch ein letztes Mittel: Demonstrationen verhallen im Nichts, der austauschbare Kopf des Systems, Hahn, schert sich nicht darum wieviele Leute ihn ablehnen.


Bei der Besetztung ist das anders: wir bekommen Solidarität. Wir penetrieren die Regierung aufs Ganze, wir treiben etwas schon lange überfälliges zum Maximum. Und wenn jetzt jemand zb denkt: „aber das ist doch paradox, für die Bildung Bildung verhindern?!“ dann sei ihm/ihr gesagt, das Vorlesungen auch aufgrund anderen Sachen ausfallen. Euer Prof ist krank, er hat keine Lust mehr weil der Hörsaal so überfüllt ist, dass es sowieso keinen Sinn macht. Usw..


Sich darüber zu entbrüsten, dass vielleicht alle 20 Jahre mal ein paar Wochen kein Unterricht stattfindet ist grotesk. Immerhin geht es nicht nur um eure blöde Prüfung – die könnt ihr so oder so machen, die muss jeder von uns machen – sondern auch um die ganze Zukunft – es geht um eure Kinder die irgendwann auch mal studieren wollen, unabhängig ob ihr bis dahin so reich seid dass ihr Studiengebühren zahlen könnt oder nicht.

Weiters regen sich viele komplett falsch auf, indem sie das hier quasi als studienfaul darstellen und verlangen, studieren zu gehen, nicht spassig die Universität zu besetzen. So lustig ist das nicht, das sei euch gesagt. Im übrigen habe ich eine der reaktionären Facebook Gruppen aufmerksam beobachtet: „Studieren statt Blockieren“. Hm.. Da ließt man doch tatsächlich das es Samstags cool ist ins Audimax zu gehen, Sound zu hören und Bier zu trinken, und im Facebook dann die 'IdiotInnen' ins schlechte Licht zu rücken. Diese Boboeinstellung, dass es zwar cool ist auf dem Trittbrennt mitzufeiern, aber ansonsten ja total dagegen zu sein – weil er oder sie – es sich scheinbar leisten kann, ist abzulehnen. Sie ist hinterlistig. Sie ist falsch. Sie zollt von etwas, das studierende BlockiererInnen bei der Eröffnung des neuen BOKU Gebäudes in Wien künstlerisch sehr gut darstellten: genormte, verpackte und angepasste Studenten, jeglicher Kritik beraubt, und freiwillig krepierend statt studierend.

Weiteres bitte ich alle, die da herumpöbeln noch einen sehr wichtigen Punkt zu beachten: SEIT Jahren fordern Studentenvertretungen Livestreams, bzw Aufzeichnungen von Vorlesungen im Internet anzubieten. Dann könnte Mensch es sich sparen, 30 Minuten Ubahn zu fahren um dann in einem völlig überfüllten Hörsaal mit 2000 anderen sich EINEN Prof zu teilen. Daheimbleiben und Videoaufzeichnung anschauen. Keine einzige Universität in Österreich hat dies nur ansatzweise umgesetzt. Vor circa einer Woche dann ein Novum: die Uni Innsbruck hat es geschafft: ca 400 Vorlesungen sind endlich auch im Internet für jeden abrufbar.

Wir haben auf 4 Universitäten aus dem Nichts anschaubare Livestreams geschaffen. Die Unis schaffen das seit Jahren nicht. Genau solche Dinge wollen wir aufzeigen.


Wir halten auch alternative Vorlesungen. Wir vernetzen Studienanfänger, die jetzt auf ihre Vorlesungen verzichten müssen. Wir kümmern uns darum! Wir haben KEIN Interesse daran euch zu schaden. Es geht um euch, um eure Kinder und um eine mündige, gebildete Gesellschaft.


Also wenn ihr in Innsbruck seid, und wie ich gesehen habe plant am Dienstag die SOWI zu „entsetzten“, dann schaut bitte in eurem Groll erstmal noch auf der Streamingplattform der UNI ob eure Vorlesungen vielleicht nicht sowieso im Internet anschaubar sind. Weil sonst war alles für die Katz und euer – vielleicht ungewollter – reaktionärer Widerstand wird noch lächerlicher.

Weiteres würde ich gerne darauf verweisen, dass viel dieser „studieren statt blockieren“ - Agitation von der ÖVP nahen AG forciert wird. Wir haben dazu eine Meinung: ENDLICH! Denn jetzt wird ersichtlich, was die AG schon sehr lange macht: studierende nicht vertreten, sondern mit dem Wissenschaftsminister herumschmusen, ja keinen Widerstand leisten, und wenn schon, dann so, dass es kein/e Einzige/r irgendwie mitkriegt. Das ändern wir. An dieser Stelle würde ich noch gerne auf meinen älteren Text "Widersprüche im vergangenen Bildungsprotest" hinweisen, der sich etwas weiter unten auf meinem Blog findet. Dieser beschäftigt sich eingehender mit diesen -typisch österreichischen- politischen Mechanismen.


Deshalb zeigt bitte Solidarität – und legt uns nicht noch mehr Steine in den Weg als wir sowieso schon vor uns finden – So etwas gibt es vielleicht alle 20 Jahre, und euch bricht kein Zacken aus der Krone wenn ihr ein paar Vorlesungen verpasst – schließlich geht es darum dass ihr in genau diesen Platz bekommt, ihr Tutorien besuchen könnt, dass Vorlesungen auch übers Internet gestreamt werden, dass Studieren und Arbeiten bis zum Umfallen nicht sein muss usw.


Wir sind auf der Seite aller, die wissen das eine freie Bildung Grundstein für eine freie Gesellschaft ist. Hier wird gearbeitet, wir machen was, und wir wehren uns.


Grüße aus dem Audimax




Mittwoch, 23. September 2009

altwerden

ich glaube ich bin Internet- bzw. Informationssüchtig. Draußen gibts einfach -gar nichts- zu tun. Danke Politik: Verbotszonen+Zeiten, Ordnungssucht, kulturelle Kälte bezüglich allem was nicht konform und zu vermarkten ist, völkisch-soziologische Scheiße die uns Alkohol und Nikotin schon in der Kinderstube einflößt, die Unfähigkeit der Sensibilität der Jugend zuzuhören, der Wunsch alles in Schubladen zu versorgen,- und schlussendlich die Herrschaft über Alter und Jugend, die Jugendlichen zu Erwachsenen macht weils anders kein schönes Leben geben kann.
Tötet das "gute Leben" im Herzen, und ihr seid er-wachsen.
Dann kann mit der nächsten Generation die neue Ware Jugend ausprobiert werden, bis eines Tages auch der Erwachsene wieder zu sich findet und Bauchweh über sein vergeudetes, verpacktes, gesteuertes und verkauftes Leben bekommt. Ich sage nein, auch auf die Gefahr hin der schlimmste Feind der bürgerlichen Gesellschaft zu werden: der ewige "Jugendliche". Im Endeffekt sind das Herrschaftskategorien, die uns sagen wollen, wie alt wir uns zu fühlen haben. Allerdings weiß eigentlich ja jede/r, dass Mensch sich immer so "alt" fühlt wie er ist. Die Konsequenzen daraus nicht zu ziehen, ist auch eine Eigenschaft der Ware Mensch, egal ob Jugendlicher oder Erwachsener.

Donnerstag, 17. September 2009

machmal reichen 5 Minuten, um die Welt zum Schweigen zu bringen

http://www.youtube.com/watch?v=TQmz6Rbpnu0

Jeder Kommentar überflüssig.
Es gibt viel Stress im Internet, aber es gibt Sachen, die Priorität haben. Wordless.

Mittwoch, 16. September 2009

Widersprüche im vergangenen Bildungsprotest

Die aktuellen Schülerinnenstreike in ganz Österreich, die am Freitag den 24. April einen vorläufigen Höhepunkt der Bildungsproteste erreichten nachdem laut orf.at mehr als 60.000 Schüler erfolgreich in zahlreichen Städten streikten, zeigen einige Protest-immanente Widersprüche auf. Zwar gelingt eine flächendeckende Mobilisation, und es wird eine Verbindung zur kapitalistischen Krise der Krisen geschaffen, jedoch setzt sich augescheinlich auch der Korporativismus des österreichischen Staates, im speziellen der österreichischen Parteienlandschaft, allen voran der ÖVP, durch. Um auf diese komplexen, „sozialpartnerschaftlich“ geprägten Mechanismen im Staat Österreich einzugehen, bedarf es einer genaueren Betrachtung der Ereignisse rund um die Bildungsdebatte in Österreich.

Einen Anfang nimmt hierbei die Ankündigung der amtierenden Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ), im Zuge der Schulreform ein Mehr an zwei unbezahlten Unterrichtsstunden von den LehrerInnen einzufordern. Der Grund hierfür ist ein klares „nein“ des Finanzministers und Vizekanzlers Josef Pröll (ÖVP) zur Budgeerhöhung für das Bildungsministerium zur Ermöglichung der Bildungsreform. Rund 500 fehlende Millionen erzwingen die defacto Lohnkürzung der LehrerInnen. Im Zuge der Streikdrohungen und Proteste Der LehrerInnen, zu denen sich sehr schnell auch die SchülerInnen dazu solidarisierten, wurde eine regelrechte Hetze auf die Bildungsministerin veranstaltet. Speziell der ÖVP nahe Gewerkschaft des Öffentlichen Dienstes, Der ebenfalls ÖVP-nahen Schüler Union und der LehrerInnengewerkschaft kann ein parteipolitisches Taktieren vorgeworfen werden. BM Claudia Schmied bekommt die „heiße Kartoffel“ der Bildungsmisere von Finanzminister und Vizekanzler Josef Pröll zugeworfen, und wirft sie nun wie es sich für eine autoritäre Ministerin gehört weiter auf die Lehrer, welche brav in sozialpartnerschaftlicher Manier diese teilweise durch gelbe korparativen Kompromissen mit der Obrigkeit schlucken, und in Polit-Marionetten Art sich selbst zum parteipolitischen Instrument zugunsten der ÖVP und ihrer gelben Politik machen.
Mit der Solidarität der Schüler verhält es sich etwas anders, jedoch ist das gleiche Muster erkennbar, hier tut sich vorallem die ÖVP-nahe Schüler Union hervor, die einen dreisten Missbrauch der SchülerInnen zugunsten einer pseudoreformistischen Politik und Agitation in Zeiten der wohl größten Wirtschaftskrise der Menschheit betreibt.
Anders kann die Agitation der Schüler Union nicht beschrieben werden.

Gehen wir ins Detail:
Nachdem die LehrerInnen mit ihren Protesten, mit breiter Solidarität durch SJ , AKS und Schüler Union scheinbar Erfolg hatten, und die mehrheitlich gelben Gewerkschaftschefs auf einen Kompromiss, welcher die Streichung der sog. Schulautonomen Tage vorsieht, eingingen, ließen sie die SchülerInnen (wohlgemerkt nicht die Schüler Union, diese war einverstanden mit dem Kompromiss!) wiederum fallen wie eine heiße Kartoffel. Danke für die Solidarität, wir haben was wir wollen, euch schenkt sowieso nie jemensch Beachtung. So kam es, das vor den sehr gut besuchten Schülerstreik am Freitag, LehrerInnen und Direktoren den eben noch aufopferungswilligen und solidarischen SchülerInnen Drohungen im Falle eines widerrechlichen (einen rechlichen Anspruch auf einen Schülerstreik gibt es nicht) Streikt zukommen ließen.
Zynisch könnte Mensch noch anfügen:“hoch die Solidarität.“
Aber kommen wir zurück zur Schüler Union. Diese hat ja wie oben erwähnt gar nichts gegen den Kompromiss, im Gegensatz zur Aktion kritischer SchülerInn (AKS), der Sozialistischen Jugend (SJ), der Liga der Sozialistischen Revolution (LSR) und der „Revolution“. An diesem Punkt der Anamnese wäre es berechtigt die SU (Schüler Union) als Parteikaderorganisation der ÖVP zu betiteln.

Kaum machen SJ, AKS, LSR und Revolution ihre ersten Streikaufrufe, da den SchülerInnen die Ferien gekürzt werden, und weit und breit keine langersehnte Bildungsreform in Sicht ist, da kommt die SU plötzlich in eine missliche Lage. Als absolute Mehrheit im SchülerInnenparlament befindet sich diese nun in einem eigendlich offensichtlichen Zwiespalt: Das Groß an SchülerInnen will und geht demonstrieren und streiken,ist wild entschlossen die gesetzten Ziele zu erreichen, aber die SU darf und will nicht reformieren. Logischer Ausweg: heiße Kartoffel ab zurück zur Bildungsministerin(SPÖ) statt zum Finanzminister(ÖVP). Die Streikaufrufe plötzlich aus dem nichts unterstützen, und antiBildungsministerin Propaganda groß betreiben. So fand sich die Schüler Union also am Freitag als pseudorevolutionäre Organisation im Schüĺerstreik ein und machte mit „Schüler vs Schmied“ und anderen flachen polemischen Hetz-Parolen auf sich aufmerksam. Auch an Sticker die an provokanten Stellen am Körper diverser unpolitischer streikender SchülerInnen platziert waren mangelte es scheinbar nicht, und die Schülerunion konnte mit der neuen, trendy Streikcoolness bei vielen unpolitischen SchülerInnen bestens punkten. Das die SU sich dabei aber zum Handlanger eines Systems von korparativistischen, parteipolitischen und rechtskonservativen Bestrebungen macht, ist zwar offensichtlich, aber im Bewußtsein der Protestierenden wenig verbreitet. Diese faulen Kompromisse, die letztendlich nichts anderes als die Spaltung, bzw die Schwächung der sowohl begründeten als auch erfolgreichen Bildungsproteste wollen. Die Reaktionäre Agitation der ofmals garnicht freiwilligen und gegen sich selbst gerichtetn Marionetten der ÖVP namens Schüler Union, Lehrergewerkschaft und Gewerkschaft öffentlicher Dienst muss im Bewußtsein der Proteste vorhanden sein um eine aktive Agitation zur Selbstverteidigung gegen korporativistische, letztendlich „sozialpartnerische“ Bestrebungen zur Unterdrückung der Aufbegehrenden zu ermöglichen. Das Ziel ist nicht möglichst viele SchülerInnen zum streiken zu bewegen, das Ziel ist dringend notwendige Reformen durchzuführen, sich zu solidarisieren, und vielleicht auch zu revolutionieren. Nur werden all diese Ziele schon im Keim erstickt, wenn die Bewegung es nicht fertig bringt, die eigenen Widersprüche zu bereinigen und zu einer gemeinsamen in sich geschlossenen Agitation zu finden.
Deshalb plädiere ich für eine Kampf nicht nur gegen ÖVP, SPÖ, Obrigkeit und Korporativisten aller Coleur, sondern auch gegen deren Schergen. Streiks dürfen nicht mit der Schüler Union gemeinsam vollzogen werden, wenn diese die Situation nur dazu gebraucht, letztendlich reaktionäre, den Zielen des Streiks entgegengesetzten, Bewegungen zu helfen. Hier muß die Kartoffel eindeutig der ÖVP und im speziellen Josef Pröll zurückgespielt werden. Die LehrerInnen müssen sich selbst organisieren, und nicht scharenweise (laut Meldungen von orf.at bis zu 700 pro Tag) den gelben, ÖVP-nahen Gewerkschaften zurennen, nur weil die so tuen als würden sie sich ernsthaft einsetzten. Es muss verhindert werden, das diese alteingessenen, typisch österreichischen Machtstrukturen mehr und mehr die Bewegung unterwandern. Die Bewegung hat meines Erachtens Potential, sollte sie sich von diesen inneren Widersprüchen erlöst haben.

Samstag, 9. Mai 2009

some vids frome youtube

well, what shall i say, just some videos i found while surfin on youtube.
might interest, amuse, frighten and maybe even be favored by you.

here we go:

Capitalism (1948)
In this propaganda movie some students discuss on the idea of capitalism.
see for yourself, funny.
http://www.youtube.com/watch?v=_VstTwFxNKk

Obama will convert USA into a communist country
i have to admit, this is the most idiotic nonsense i've seen recently.
read the comments, hurt yourself.
http://www.youtube.com/watch?v=aLD2LM7kBzk&feature=related

Anti Communist Propaganda (1948)
yeah, always liked that moralizing comic films.
http://www.youtube.com/watch?v=g_DaMKUP3Og

Wahrheit über Antifa

media pro-patria & volksfront medien (actual the same) try to tell you with funny abbreviated capitalism critics that you should reeinforce and fight for nationalsocialism.
highlights of total bullshit include:

"Ihr seid die faschisten. verlangt nicht nur sozialismus von anderen, sondern seid selber mal ein bisschen tolerant."

"Kapital und Zins sind die Säulen ihrer Macht"

"Denn eine Brechung mit dieser Zinsknechtschaft gab es schonmal. Und der echte Antikapitalismus kommt nicht aus eurer richtung, ihr seid nur kleine, verwirrte Systemlinge. Nationaler Sozialismus erkämpfen, hier und jetzt."

http://www.youtube.com/watch?v=T-7mLgnKNYQ&feature=related

can't stand it anymore. So called "autonome nationalisten", acting like a mixture of old SS-Kader and nazi-(skin)bonehead-ideologist, try to gain uneducated, unpolitical poor people to vote for the new ultrarightwing, nationalsocialist NPD, and fight for so called "nationaler sozialismus", which in fact is nothing other then the nationalsocialist ideology and fascism which lead to the holocaust and world war two killing 6 and 40 million people between 1938 and 1945.

der wahre Black Bloc
atleast a antifascist blackbloc answer on this nazi video is reall fun.
"yeah! fuck ey fuck alda! hauptsache du hast immer das richtige outfit an!"

http://www.youtube.com/watch?v=f0ceLB74S7E&feature=related

have fun








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